Garten

Das Terrassenbeet – Die Neuplanung

Am Terrassenbeet störte mich so einiges. Es war bereits sehr zugewuchert. Manche Pflanzen führten eine Art Schattendasein und ich entdeckte sie nur durch Zufall.
Es wuchsen sehr große Horste Taglilien in diesem Beet. Bienen können mit Taglilien leider nicht so sehr viel anfangen.
Am meisten störte mich aber, dass ich nicht in den Garten schauen konnte, wenn ich im Wohnzimmer oder auf der Terrasse saß.
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Bereits im letzten Frühjahr hatten wir den Rosenbogen und zwei Spaliere entfernt, die das Beet an einer Seite begrenzten. Hier könnt ihr nachlesen, warum wir das gemacht haben.
Ich hatte zwar ein paar Pflanzen neu eingesetzt, aber das Beet wirkte nicht mehr harmonisch. Daher entschied ich mich für einen radikalen Schnitt.
Im Winter machte ich eine völlig neue Planung.

Was wollen wir?

Dies ist die erste Frage, die ich mir stellte. Der Gatte wollte keine zu hohen Pflanzen, um den Garten auch im Sommer sehen zu können. Für mich war wichtig, dass möglichst zu jeder Jahreszeit etwas Blühendes im Beet zu sehen ist. Wichtig fand ich weiter, möglichst viele bienenfreundliche Pflanzen im Beet zu haben. Im Winter sollte ein wenig Struktur im Beet zu sehen sein.
Und letztlich ich wollte mir noch zwei große Wünsche erfüllen. Der erste war ein Teich, denn im letzten Sommer entstand der Wunsch nach Wasser im Garten. Der zweite war eine Magnolie. Ich weiß, dass die nicht bienenfreundlich ist, aber ich finde Magnolienblüten einfach atemberaubend schön.

Was kann man umsetzen?

Auf einem Plan habe ich nun die Pflanzen und den Teich so lange hin und her geschoben, bis es alles passte. Tatsächlich ist das Beet so groß, dass ich alles integrieren konnte, was wir wollten.
Ich wollte einiges an vorhandenen Stauden teilen und wieder einsetzen und ein paar neue dazu kaufen.
Geplant habe ich so, dass die großen Pflanzen weiter hinten ins Beet kommen, nach vorne hin kommen dann immer kleinere. Die Magnolie sollte einen Standort bekommen, wo sie die Sicht in den Garten nicht behindert, aber zur Straße nach vorne
hin einen Sichtschutz bietet und wo sie aber später den Teich ein wenig beschattet.
Lange habe ich mit dem Teich gehadert. Ich habe viel gelesen und habe mit Einigen gesprochen, die selbst einen Teich im Garten haben. Als völliger Laie habe ich mich an einen Naturteich mit einem Lehm-Tongemisch als Boden nicht herangetraut. Es hätte vermutlich auch ein wenig mein Budget gesprengt. Wir entschieden uns also für ein fertiges Teichbecken.
Als Bepflanzung für den Teich plante ich eine Unterwasserpflanze, denn diese ist wichtig gegen den Algenbewuchs. Einen Rohrkolben, an dem Libellen die Möglichkeit haben, zu sitzen und eventuell auch Larven schlüpfen können. Zur Beschattung des Wassers und natürlich auch fürs Auge sollte eine kleine Seerose in den Teich.
Der Nachteil eines fertigen Beckens ist natürlich, dass das Becken immer sichtbar ist. Daher habe ich um den Teich herum auf einer Seite Storchschnabel geplant, der den Teichrand begrünen soll. Im vorderen Bereich soll Vergissmeinnicht wachsen. In der Flachwasserzone des Teiches soll auf dieser Höhe Sumpfvergissmeinnicht wachsen, damit dies optisch ineinander übergehen kann. Auf der rechten Seite habe ich dies mit Iris und japanischer Sumpfzwergiris, auf der linken Seite mit Blutweiderich wiederholt.
Da es dieses Jahr schon so früh warm war, konnten wir bereits Anfang März mit den Vorbereitungen beginnen.
Nach und nach habe ich die Stauden ausgegraben und zwischengelagert.

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So ein Zustand im Garten ist für mich nur schwer erträglich, aber die Aussicht auf das Kommende hat es leichter gemacht.
Im nächsten Teil berichte ich Euch über den Teicheinbau.
Herzliche Grüße
Steffi

10 Kommentare

  • Schwabenfrau

    Hallo liebe Steffi,
    das ist doch eine gute Aussicht, wenn man so liest, was hier alles wachsen soll.
    Super, die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall.

    Wenn ich auf dem Balkon,Wohnzimmer und in der Essecke sitzt habe ich auch eine schönen Ausblick mit vielen Bäumen auf unsere Anlage. Allerdings haben wir hier einen Gärtner, der das erledigt, es wäre wirklich zu viel für einen Einzelnen. 🙂

    Lieben Gruß Eva
    wir haben sogar noch einen Kinderspielplatz in der Anlage.

    • Frau Pratolina

      Liebe Eva,
      Eine schöne Aussicht, wenn man aus dem Fenster schaut, ist doch einiges wert. Und die Arbeit hat sich in jedem Fall gelohnt.
      Es scheint ja sehr schön bei Dir zu sein, ich finde Deinen Balkon ja schon traumhaft!
      Liebe Grüße
      Steffi

  • niwibo

    Ja, das würde mich auch stören, wenn ich nicht vom Esstisch in den Garten hinaus sehen könnte.
    Ich sehe zwar auch nur einen Teil, aber der gefällt mir… 🙂
    Und bei Dir bin ich nun auf den Teich gespannt, ach, das wird bestimmt prima.
    Mich findest Du heute auch im Garten, ein wenig aufräumen nach dem vielen Regen.
    Hab es fein, lieben Gruß
    Nicole

    • Frau Pratolina

      Liebe Nicole,
      Es war eigentlich noch schlimmer. Es gab zwei Lücken, durch die man in den Garten schauen konnte. Zum einen auf zwei Plastikregentonnen, zum anderen auf den Kompost. Jetzt hat sich schon einiges zum Positiven verändert.
      Es hat bei Dir viel geregnet? Wie schön, bei uns hat es immer mal getröpfelt. Es kommt viel zu wenig bei uns runter.
      Liebe Grüße
      Steffi

    • Frau Pratolina

      Als wir den Garten übernommen haben, gab es hier fast ausschließlich Taglilien. Es war mir viel zu wenig abwechslungsreich und die hätte ich auch echt nicht alle essen können 😉 Ich habe aber ein paar der schönsten behalten.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Margit

    Das sieht aber nach einer größeren Aktion aus! Ich bewundere es, wenn Du so nach Plan vorgehst. Bei mir sind das meist Spontanaktionen, die aus dem Bauch heraus entstehen. Bin schon gespannt auf den neuen Teich!
    Viele Grüße von
    Margit

    • Frau Pratolina

      Liebe Margit,
      Ich plane nicht immer alles so genau, aber in diesem Fall wollte ich genau darüber nachdenken, was ich will und ich musste mich in das Thema Teich einarbeiten. Ich war sehr unsicher, ob dass, was ich mir vorstellen konnte, auch funktioniert.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Karen (Allegrias Landhaus)

    Liebe Steffi,
    eine gute Entscheidung, Euch wieder Durchblick zu verschaffen! Ich liebe es, vom Terrassenplatz aus meinen Blick über den Garten schweifen lassen zu können. Die Entscheidung für einen Teich wirst Du nicht bereuen. Bin gespannt, wie alles später aussieht.
    Liebe Grüße
    Karen

    • Frau Pratolina

      Liebe Karen,
      Nein, ich bereue den Teich sicherlich nicht. Wir haben immer wieder mal Libellen im Garten und Kröten gibt es hier ja auch. Ich hoffe sehr, dass sich das ein oder andere Tier mal in unseren Teich begibt.
      Liebe Grüße
      Steffi

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