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DIY: Selbstgenähte Gefrierbeutel

Wer schon eine Weile mitliest, weiß, dass ich mich glutenfrei ernähren muss. Da ich in unserer Familie die einzige bin, schaffe ich es nicht, ein Brot in kurzer Zeit zu essen. Es wird also entweder hart oder schimmelt nach ein paar Tagen im Brotkasten. Um weniger wegwerfen zu müssen, habe ich begonnen, das Brot gleich in Scheiben zu schneiden und portionsweise einzufrieren. Dafür habe ich Gefrierbeutel genommen. Die kann man zwar auch mehrfach benutzen, aber letztlich fliegen sie über kurz oder lang in den Müll. Da ich den Plastikkonsum reduzieren möchte, habe ich mir Gedanken über Alternativen gemacht. Fertige Behältnisse aus Glas hätten zu viel Platz im Gefrierschrank weggenommen und natürlich auch im Küchenschrank, wenn sie nicht in Benutzung sind. Meine Alternative sind Stoffbeutel. Man kann Brot oder auch Waffeln für kurze Zeit gut in Stoff einfrieren. Das Brot ist bei mir nie länger als 14 Tage eingefroren. Daher geht das sehr gut.
Ich habe mir also kleine Stoffbeutel genäht und nun zeige ich Euch, wie ich es gemacht habe.
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Als Stoff habe ich ungebleichte Baumwolle gewählt. Man kann hier aber auch gut Stoffreste verwerten. Man braucht zwei Stücke in der Größe 21 x 21 cm.
Weiter benötigt man Kordel und einen Kordelstopper.
Die Stoffstücke habe ich mit der Overlockmaschine einmal umkettelt.
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Dann werden die Stoffstücke aufeinander gelegt. Hat man bedruckte Stoffe, müssen sie rechts auf rechts liegen. Sie werden dann auf drei Seiten mit der Nähmaschine zusammen genäht. Auf einer Seite lässt man oben zur offenen Seite hin etwa zwei Zentimeter frei.
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Dort schlägt man den Stoff um und näht den Tunnelzug für die Kordel.
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Mit Hilfe einer Sicherheitsnadel wird die Kordel eingezogen und der Kordelstopper angebracht.
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Ich habe die Beutel jetzt seit Anfang Januar in Benutzung. Sie werden dann nach Gebrauch gewaschen und gebügelt. Dann warten sie im Schrank auf ihren nächsten Einsatz. Für mich ist es eine gute Alternative zu Gefrierbeuteln für trockenes Gefriergut. Alles andere kommt bei mir in feste Behältnisse.
Viel Spaß beim nachnähen!
Herzliche Grüße
Steffi

6 Kommentare

  • Jeanne

    Liebe Steffi,
    nun bin ich aber platt! Es ist tatsächlich so, daß man wirklich NIE auslernt!! Inzwischen ersetze ich auch Plastik, wo es nur möglich ist, und friere auch vieles in Gläsern ein, aber mein Brot hab ich nach wie vor in diesen "Ziplocs" eingefroren. Dass das mit Stoff geht, höre, bzw. lese ich heute zum ersten Mal. Und das trocknet wirklich nicht aus?? Das muss ich wirklich gleich ausprobieren. Vielen liebe Dank für den wertvollen Tipp.
    Und jetzt muss ich gleich noch bei dir stöbern gehen, denn meine Tochter hat aufgrund einer Reizdarm-Diagnose die Empfehlung bekommen, sich eine Zeitlang glutenfrei zu ernähren. Hast du diesbezüglich Rezepten auf deinem Blog?

    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    • Stephanie Kessel

      Liebe Jeanne,
      Also ich habe bisher höchstens 14 Tage eingefroren und das geht gut. Ein paar glutenfreie Rezepte gibt es im Blog. Über das Suchwort glutenfrei müsstest Du sie alle angezeigt bekommen. Ich hatte Dir zu dem Thema ja schon mal eine Antwort auf einen Kommentar hinterlassen. Die Diagnose Reizdarm sollte immer die letzte sein. Vorher sollte wirklich auch jede Unverträglichkeit ausgeschlossen sein. Man hat mich jahrelang mit dieser Diagnose abgespeist und keiner ist darauf gekommen, dass ich eine Histaminunverträglichkeit und Glutensensitivität habe. Hast Du eigentlich meine Mail bekommen?
      Liebe Grüße
      Steffi

    • Jeanne

      Ach du liebe Zeit; ja hab´ ich. Die Antwort war auch schon fertig, doch ich habe sie versehentlich nicht abgeschickt, nachdem ich sie als Entwurf gespeichert habe. Sorry, geht gleich raus. Gut dass du mich nochmal daran erinnert hast!!

  • Karen (Allegrias Landhaus)

    Liebe Steffi,
    ich sitze hier und staune. Das funktioniert tatsächlich mit einem Stoffbeutel? Wo ist Deiner Erfahrung nach die Grenze in Tagen, bis die Austrocknung einsetzt? Ich wasche unsere Plastikgefrierbeutel zwar stets aus und benutze sie, bis sie zerfleddert sind, aber fürs Brot ginge es auch anders. Ich friere größere Brote je hälftig ein und alle 3-4 Tage nehme ich ein Paket aus dem Gefrierscharnk.
    Liebe Grüße
    Karen

    • Stephanie Kessel

      Liebe Karen,
      Ich habe bisher das Brot nicht länger als 14 Tage eingefroren. Über diesen Zeitraum ging das gut. Ich habe die Plastikbeutel sonst auch mehrfach benutzt, aber irgendwann landen sie doch im Müll und ich weiß nicht, ob sie bei dieser Dauernutzung nicht irgendwelche Weichmacher absondern oder so.
      Für mich ist das so eine sehr gute Lösung, die funktioniert. Und ich hoffe, dass die Beutel lange halten. Mit Glasbehältern würde ich Kapazitätsmäßig an meine Grenzen kommen, denn ich habe keine Tiefkühltruhe.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • niwibo

    Eine gute Idee liebe Stefanie.
    Und Brot einfrieren mache ich auch, wenn ich sehe, es bleibt was übrig.
    Das wird dann meistens für Croutons oder Bruschetta genutzt.
    Danke für die Idee, lieben Gruß
    Nicole

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