Garten

Gartenarbeiten im Februar

Im letzten Jahr hatte ich um diese Zeit meinen Gartenplan erstellt. Ein großer Wunsch von mir war, ein Gewächshaus zu bauen. Einen perfekten Platz hatte ich hierfür bereits gefunden und in die Planung mit einbezogen. Im Herbst hatten wir uns mal in einem Baumarkt sehr kompetent beraten lassen. Da uns geraten wurde, uns beim zuständigen Bauamt zu informieren, ob man vielleicht eine Baugenehmigung benötigt, haben wir dies nun getan. Und siehe da, wir wurden durch ein Wirrwarr an gesetzlichen Vorgaben geführt, das schließlich ergab, dass wir das Gewächshaus an dieser Stelle des Gartens nicht bauen dürfen. Die eine Nachbarin meinte bereits vorher, ich solle lieber nicht nachfragen, denn das ergibt nur unschöne Ergebnisse. Sie hatte natürlich recht. Aber ich möchte kein Geld in Dinge stecken, die ich nachher eventuell wieder entfernen muss. Also gibt es kein Gewächshaus. Daraus resultierend sitze ich wieder vor meinem Gartenplan und plane nun statt des Gewächshauses, das auch die Funktion eines Sichtschutzes gehabt hätte, einen grünen Sichtschutz.
Das Gewächshaus sollte vornehmlich Tomaten und Gurken beherbergen. Hierfür suche ich einen neuen Standort im Garten. Es wird wohl auf Kübel am Schuppen hinauslaufen. Da können sie unter dem Dachüberstand halbwegs regengeschützt stehen.
Ein weiterer Teil meines Gartenplans beinhaltet die Umgestaltung des Terrassenbeetes. Hier kann ich mich noch nicht entscheiden, ob ich einen kleinen Teich integriere oder nicht. Ich informiere mich also über Teiche und über eine sinnvolle Bepflanzung.
Zwischenzeitlich habe ich mein Saatgut gesichtet. Hier habe ich euch schonmal meine Kiste gezeigt, in der ich es aufbewahre. Allerdings neige ich dazu, den Überblick zu verlieren und habe aus diesem Grund in den letzten Wochen eine Tabelle im Rechner erstellt, in der ich mein gesamtes Saatgut alphabetisch sortiert eingegeben habe und zusätzlich Aussaatzeiten, Standort und Erntezeit vermerkt habe. Ich kann das wirklich nur empfehlen. Es wird einem plötzlich sehr deutlich, wie viele Tüten Chilisamen man hat und dass einem die Physalis völlig fehlt, obwohl man gerade vorhatte, sie als erstes vorzuziehen. Ich denke, dass wird mich ein wenig disziplinieren, was das Kaufen von Saatgut angeht.
Fehlendes Saatgut habe ich zwischenzeitlich auch nachgekauft.
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Die ersten Anzuchtöpfchen stehen bereits. Ich habe zunächst nur die Physalis gesät, die am Wohnzimmerfenster steht. Draussen stehen im Minifrühbeet zwei Schalen mit Akelei und Tränendem Herz. Dies sind Kaltkeimer, benötigen also einen Kältereiz, bevor sie keimen.
Nun ist es in den letzten Tagen mild geworden. Es ist Zeit, die Bäume und Büsche zu beschneiden. Ich hatte einiges schon an den warmen Tagen im Januar gemacht, aber der Pflaumenbaum fehlt noch und unsere Zierweide, die im letzten Jahr wieder um gut einen Meter gewachsen ist. Die Rispenhortensie habe ich schon beschnitten. Sie braucht im Gegensatz zur Bauernhortensie einen Schnitt, um stärker zu blühen.
Da ich für meine Hochbeete keinen Frühbeetaufsatz habe, mache ich hier noch nichts weiter.
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Ernten kann ich zur Zeit den Portulak. Er hat sich im letzten Jahr offensichtlich überall wild ausgesät. So ernte ich ihn nicht aus dem Hochbeet, sondern im Beerenbeet und im Rasen.
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Auch der Feldsalat ist wieder aufgetaut und man kann schon erste Blättchen ernten.
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Die Blumenbeete lasse ich noch in Ruhe, denn ich denke, dass es nochmal kälter wird und schiebe das auf den März.
Einen geeigneten Platz für einen Nistkasten habe ich in meinem Garten bisher nicht gefunden. Daher habe ich auch noch keinen gekauft. Da hier Marder, Waschbär und Katzen unterwegs sind, tue ich mich sehr schwer mit einem geeigneten Platz.
Was machen Eure Gärten? Seid Ihr schon fleissig?
Herzliche Grüße
Steffi

10 Kommentare

  • Schwabenfrau

    Liebe Steffi,
    als ich kurz in der Übersicht vom Gewächshaus gelesen habe, dachte ich: "Hoffentlich bekommt sie das genehmigt!" und tatsächlich mußt du hier einige Hürden überwinden. Das kostet Zeit und Geld und ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit diese Dinge mehr als einmal im Tag abweisen müssen. Also selbst für ein kleines Gewächshaus braucht man eine Baugenehmigung bzw. eine Befreiung vom öffenlichen Baurecht. Heute denke ich oft, wenn ich in den Gärten Geschirrhütten bzw. Gewächshauser sehe, die für mich schon vom Auge her nicht genehmigungsfähig gewesen wären, "ob die das wohl genehmigen haben lassen. " Nun, wo kein Kläger kein Richter, aber wenn du Nachbarn hast, denen das ein Dorn im Auge ist, dann muß das Teil weg, aber das kann dauern, da vergehen manchmal Jahre.
    In Stuttgart ist das Baurecht so kompliziert, dass man sogar teilweise eine Hundehütte genehmigen lassen muß.
    Bei dir ist schon der Frühling unterwegs und ich freue mich auch so sehr darauf. Wenn es auch jedes Jahr immer wieder gleich ist, so ist es doch immer wieder schön.

    Nun wünscht ich dir einen schönen Tag und noch eine gute Woche.
    Lieben Gruß Eva

    • Stephanie Kessel

      Liebe Eva,
      Das Problem ist gar nicht die Baugenehmigung, die braucht es hier in diesem Fall gar nicht. Aber wir haben einfach schon die zulässigen Meter für die Randbebauung ausgeschöpft. Ich dürfte tatsächlich ein Gewächshaus mitten in den Garten bauen, aber da passt es optisch und gefühlt einfach nicht hin. Daher bleibt es so, wie es ist und die Tomaten können hier nicht so feudal und komfortabel wohnen, wie ich es ihnen gegönnt hätte.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Wohnsinniges

    Hallo Steffi,
    in der letzten Februarwoche habe ich Urlaub:-) da werden ein paar Büsche und die Gräser zurückgeschnitten. Da ich dieses Jahr das erste mal mein neues Hochbeet bepflanzen werde, bin ich gerade in der Planung was ich so pflanzen werde 🙂
    Dir noch eine schöne Woche.
    Liebe Grüße von Petra

  • Jeanne

    Liebe Steffi,
    eine Baugenehmigung für ein Gewächshaus? Wie "beknackt" ist DAS denn? Das ist dann die berühmte deutsche Gründlichkeit, oder?? Wir haben unser Häuschen einfach aufgestellt. Auf die Idee einer Genehmigung wäre ich nie gekommen. Und falls die Nachbarn mich anzeigen würden, so haben sie selbst genug "Schwarzbauten", die viel schlimmer sind… Red doch mal mit denen, ob sie was dagegen hätten, wenn nicht, einfach deren "Schwachstellen" ausmachen 😉
    Ohne unser Gewächhaus hätten unsere Schildkröten ja gar kein Refugium mehr. Nicht auszudenken!!
    Und ganz ehrlich: hat unser Staat denn nichts BESSERES zu tun, als zu schauen, wer solche Häuschen in seinen Garten stellt? Uns geht es doch verdammt gut, im Vergleich zu anderen Ländern…..
    Dennoch, schöne Bilder hast du da vom ersten Grün. Bei uns liegt noch alles unter einer dicken Schneedecke (seufz)
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    • Stephanie Kessel

      Liebe Jeanne,
      Es bedarf keiner Baugenehmigung, aber wir haben die zulässigen Quadratmeter für die Randbebauung bereits mit Carport und Schuppen ausgeschöpft. Unsere direkten Nachbarn würde sicherlich nichts machen, aber wir haben hinter den Garten auf der andern Straßenseite ein Mehrfamilienhaus und angrenzend eine Schule. Da gibt es viel Fluktuation, also sind hier Gespräche nicht hilfreich. Ich habe mich bereits mit dem Gedanken angefreundet, das Geld zu sparen. Ist ja auch okay, wir werden es sicher an anderer Stelle sinnvoll verwenden können.
      Ihr habt noch Schnee? Von Schnee können wir hier nur träumen, den gibt es immer seltener bei uns.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Margit

    Hallo Steffi,
    hier sind es nur Kleinigkeiten, die ich schon gemacht habe, denn unser Garten ist gerade erst eieder aufgetaut. Heute habe ich meinen Miniteich mit Schnee gefüllt, der hinter dem Haus noch in Massen liegt. Da kann er jetzt in Ruhe tauen und ich spsre es mir, das Fass mit Trinkwasser zu füllen!
    Viele Grüße von
    Margit

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