Garten

Leichtes Gemüse

Nachdem ich Euch hoffentlich letzte Woche einen kleinen Anstupser in Richtung Gemüseanbau gegeben habe, möchte ich Euch heute leichtes Gemüse vorstellen. Damit meine ich Gemüse, das für Anfänger gut geeignet ist. Ich habe mich ein wenig diszipliniert und auf 10 Sorten beschränkt. Es gibt natürlich noch viele andere tolle Gemüsesorten. Aber ich denke, dass es am am Anfang nicht schlecht ist, sich auf wenige Sachen zu konzentrieren. Ich habe auch versucht, Sorten zu finden, die alle miteinander harmonieren. Es gibt ja diese Tabellen mit guten und schlechten Nachbarn, bei denen einem ja der Kopf schwirren kann, wenn man alles beachten möchte. Aber wir wollen ja für den Anfang nur ein wenig Gemüse anbauen und kein Strategiespiel spielen.

Hochbeete

Radieschen

Radieschen sind toll. Ab März kann man bis September alle zwei Wochen aussäen und man hat etwa sechs Wochen später die erste Ernte. Die Pflanzen brauchen auch nicht allzu viel Platz. Der Pflanzabstand sollte etwa fünf Zentimeter betragen, damit die Knolle rund wachsen kann. Haben Radieschen zu wenig Wasser oder werden zu spät geerntet, werden sie leicht holzig. Sie mögen nährstoffreiche Böden, weil sie schnell wachsen.

Mohrrüben

Auch die Mohrrübe kann ab März gesät werden. Sie benötigt bis zu sechs Monaten bis zur Ernte, aber es lohnt sich. Bei uns finden geerntete Mohrrüben selten den Weg und die Küche, sie werden schon auf dem Weg dahin verspeist. Sie schmecken so viel besser als jede gekaufte. Möhrensaat braucht mitunter lange zum Keimen. Man kann daher neben die Möhren Radieschen aussäen. Damit markiert man die Reihe und das Radieschen ist so viel schneller erntereif, dass sich die Möhre kaum daran stört.

Erbsen

Leichtes Gemüse: Erbsen

Erbsen brauchen nicht viel. Man kann sie im April aussäen, Reihenabstand 30 bis 40 cm. Im Juli kann man dann ernten. Sie nehmen durch Knöllchenbakterien in ihren Wurzeln eine eigene Stickstoffversorgung, weshalb Erbsen keine Düngung benötigen. Nach der Ernte kann man an dieser Stelle gut Wintergemüse pflanzen.

Buschbohnen

Buschbohnen wachsen niedrig und sind somit ideal für Hochbeete. Man sät sie im Mai aus und erntet im Juli bis August. Wie die Erbsen haben sie die Knöllchenbakterien und sind daher genügsam. Der Reihenabstand sollte 40 cm betragen.

Kartoffeln

Kartoffeln brauchen viele Nähstoffe. Die Erde sollte gut mit Kompost und Hornspänen vorbereitet sein. Man lässt sie vorkeimen und setzt sie dann in die Erde. Ich finde Kartoffeln sehr unkompliziert. Sie wollen feucht gehalten werden und benötigen ein wenig Platz. Ich habe im letzten Jahr Frühkartoffeln gesetzt und konnte Ende Juli Kartoffeln ernten.

Pflücksalat

Salat kann im April direkt ins Beet gesät werden. Es empfiehlt sich, den Salat nach und nach zu säen, damit er auch zeitversetzt erntereif wird. Der Vorteil bei Pflücksalat ist, dass man ihn Blatt für Blatt abernten kann. Man erntet nur so viel Blätter, wie man braucht und muss nicht gleich einen ganzen Kopf verarbeiten.

Mangold

Mangold wird im Frühjahr ausgesät und wächst beharrlich immer weiter nach, wenn man ihn nicht komplett erntet. Ich habe sogar jetzt noch Mangold im Beet. Mangold erntet man am besten am Morgen, da der Nitratgehalt tagsüber steigt. Zwar steht es so in einem, meiner Gartenbücher, aber das scheint nicht zu stimmen. Der Nitratgehalt nimmt durch Sonneneinstrahlung ab. Daher ist es günstiger, Spinat oder Mangold später am Tag zu ernten. Vielen Dank, Sigrid, dass Du aufgepasst hast!

Neuseeländischer Spinat

Neuseeländischer Spinat

Dieses Gemüse ist ideal für Hochbeete. Er braucht eine Weile bis er keimt. Ich würde ihn an den Rand eines Hochbeetes säen und einfach geduldig abwarten. Der Neuseeländische Spinat wächst in langen Ranken, die dann über den Rand eines Hochbeetes hängen können. Er mag keinen Frost, aber Wärme kann er gut aushalten. Bei mir hat er im letzten Herbst ein Hochbeet völlig überwuchert. Der Neuseeländische Spinat kann immer wieder beerntet werden und wie Spinat gegessen werden.

Kürbis

Ist der Nährstoffgehalt hoch, sind für den Kürbis alle Vorraussetzungen geschaffen. Er wächst und wächst und im Herbst hat man eine reiche Ernte. Ich bevorzuge kleinere Sorten wie den Hokkaido, denn diese riesigen Kürbisse überfordern mich ein wenig so rein kochtechnisch. Ich säe Kürbis direkt im Mai ins Beet.

Winterpostelein oder Winterportulak

Winterpostelein

Diese zarten Pflänzchen werden im Spätsommer ausgesät und können ab Spätherbst bis Winter geerntet werden. Frost wir gut ausgehalten. Ich habe die Postelein gar nicht mehr im Hochbeet, denn ich habe einen Teil im Frühjahr blühen lassen und sie säen sich seitdem zuverlässig im Garten aus. Ein tolles Gemüse, dass man im Winter frisch ernten kann und wie Salat essen kann.

Mit diesen Gemüsesorten könnt ihr erst einmal problemlos anfangen und ich bin sicher, dass es Euch Lust auf mehr machen wird.

Leichtes Gemüse

Viel Freude mit Eurem Gemüse!

Herzliche Grüße

Steffi

4 Kommentare

  • niwibo

    Wenn ich ein wenig mehr Platz in unserem kleinen Stadtgarten hätte, wären Radieschen bestimmt das Erste,
    was ich pflanzen würde.
    Ich liebe diese kleinen roten Dinger.
    Aber, kein freier Platz, nichts zu machen.
    Dir weiterhin guten Appetit, lieben Gruß
    Nicole

    • Frau Pratolina

      Liebe Nicole,
      Ja, Platz ist irgendwie immer zu wenig. Wobei man Radieschen tatsächlich auch im Kasten pflanzen kann. Habe ich auch mal auf dem Balkon gemacht, wobei das eher so ein Experiment für das Kind war. Auf dem Balkon waren mir immer die Küchenkräuter wichtiger.
      Hab ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Sigrid

    Toller Beitrag! Hab mal für eine Freundin eine Gemüsegartenanleitung für Anfänger geschrieben. Gerade diese Listen mit wer mit wem und wer nach wem können einem am Anfang schon sehr durcheinanderbringen. Wobei ich mittlerweile denke, dass in einem kleinen Gemüsegarten Fruchtfolge und Pflanznachbarschaften nicht so von Bedeutung sind, da man eigentlich immer eine Mischkultur hat. Viel entscheidender finde ich mittlerweile das Klima und das Wasser: wir haben Hitzestau durch eine Hausmauer und sehr kalkhaltiges Wasser …
    Aber deine Fotos machen Lust auf Gemüseanbau!
    Eine Sache hatte ich bisher genau andersrum geglaubt: Spinat, Mangold etc. soll man Nachmittags und bei Sonne ernten, da dann der Nitratgehalt am niedrigsten ist …
    Liebe Grüße, Sigrid

    • Frau Pratolina

      Liebe Sigrid,
      Vielen Dank für Deine lieben Worte.
      DAs mit der Erntezeit beim Spinat habe ich in einem Buch gelesen. Ich werde da nochmal ein wenig recherchieren.
      Vielen Dank für den Hinweis.
      Liebe Grüße
      Steffi

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