DIY,  Garten

Wer hat von meinem Tellerchen genascht? Nächtlicher Besuch im Garten

In meinem Garten sollen sich Tiere wohl fühlen. Allen voran die Singvögel. Vor allem im Winter bekommen sie daher bei mir Futter.
Damit sie optimal versorgt sind, habe ich Fettfutter selbst gemacht.
Gemischt habe ich Sonnenblumenkerne, Haferflocken und geschälte, zerkleinerte Erdnüsse. Als Fett habe ich Pflanzenfett benutzt. Das werde ich sicher nicht wiederholen, da dies hauptsächlich aus Palmöl besteht, wie ich festgestellt habe.
Besser ist sicher Rindertalg oder Schweineschmalz, Kokosfett finde ich persönlich auch nicht so optimal, denn das hat ja auch eine lange Reise hinter sich.
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In das erhitzte Fett werden die anderen Zutaten gemischt und das ganze in die bereit gestellten Becher gefüllt. Ein Stock dient als Landehilfe.
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Einen Tag später konnte ich sie aufhängen. Ich habe zunächst mehrere Becher im Garten verteilt.
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Die Meisen haben sie auch gut angenommen.
Allerdings nicht nur die Meisen, wie ich eines morgens feststellen musste…
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Innerhalb einer Nacht wurde ein ganzer Becher geleert.
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Auch der Meisenknödel musste dran glauben. Nachdem sich das ganze in der nächsten Nacht wiederholte, rätselten wir, welches Tier wohl dafür verantwortlich ist. Marder, Katze, Fuchs- hier ist alles mögliche nachts unterwegs.
Bis dann der Gatte eines abends in den Carport ging und dort ganz schnell, allerdings wenig heimlich, ein Waschbär verschwand.

Was tun, wenn der Waschbär kommt?

Waschbären sind ja sehr niedlich anzusehen, aber sie können auch erhebliche Schäden anrichten.  Man sollte sicher stellen, dass sie nicht ins Haus kommen können. Meist suchen sie eine undichte Stelle im Dach, um dann bequem im Dachboden zu wohnen. In bewohnten Gebieten ist das wesentlich einfacher als eine Baumhöhle zu finden.
Auch das Lüften sollte nur unter Aufsicht statt finden.
Mögliche Steighilfen, zum Beispiel Äste von Bäumen dicht am Haus, sollte man entfernen, denn Waschbären sind gute Kletterer. Bei uns kommt er zumindest auf den Carport und somit vermutlich auf das Dach. Undichte Stellen gibt es bei uns aber bisher nicht. 
Mögliche Futterstellen für den Waschbär sind Komposthaufen, Mülltonnen, Futter für andere Tiere oder herabgefallenes Obst und Nüsse.
Ich nehme jetzt über Nacht das Fettfutter für die Vögel rein und in das Vogelhaus kommt nicht so viel Futter, so dass es über Tag meist von den Vögeln weggefuttert wird.
Wir haben Thermokomposter, die geschlossen sind. Den Deckel sichere ich, ebenso wie die Mülltonne mit einem Stein.
Der Waschbär ist ein Wildtier und sollte nicht gefüttert werden. Er findet in der Natur ausreichend Nahrung, da er so ziemlich alles frisst.
Er darf daher gerne die eine oder andere Nacktschnecke fressen. Allerdings denke ich, dass er lieber beim Nachbarn die am Boden liegenden Walnüsse frisst… Schade eigentlich!
Herzliche Grüße
Steffi

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