Glücksmomente

Vom kleinen Glück: Nach Hause kommen

Jeden Samstag berichte ich vom kleinen Glück, denn es sind die kleinen Dinge, die das Leben schön machen-  Nach Hause kommen.

Vergangenen Freitag ist hier in unserem Ort etwas passiert, was in Berlin und Umgebung leider immer noch häufig geschieht. Auf einer Baustelle wurde eine 500 kg schwere Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Für die Entschärfung wurde ein Umkreis von 1000 Metern evakuiert, worunter auch wir fielen. Ich schnappte mir also Strolch und den Teenie, packte eine Tasche mit den wichtigsten Dingen und ein paar Papiere ein und bin zu meinen Schwiegereltern nach Berlin gefahren. Der Gatte kam später nach. Frieda mussten wir leider zu Hause lassen, da mir ein weiterer transportabler Käfig fehlte und ich sie auch nicht mehr ins Auto bekommen hätte. Irgendwie geht man ja immer davon aus, dass diese Bomben entschärft werden können. Meistens werden sie das ja auch.

Vom kleinen Glück: Nach Hause kommen
Der Bombenkrater

Wir gingen später am Abend schlafen und wurden nachts um halb vier von einer unglaublichen Detonation geweckt. Dem Internet sei Dank haben wir schnell mitbekommen, dass dies ein kontrollierte Sprengung gewesen ist, weil sich die Bombe nicht mehr entschärfen ließ. Eine Stunde später wurde der Sperrkreis verringert und wir konnten nach Hause fahren. Da die Detonation selbst in Berlin-Zehlendorf noch deutlich hör- und spürbar war, wussten wir nicht, was uns zu Hause erwartet.

Vom kleinen Glück: Nach Hause kommen
Friedliche Ruhe am nächsten Morgen

Unser Haus war weit genug entfernt

und daher auch nicht beschädigt. Frieda hat auch überlebt. Es war ein großes Glück und es war nie schöner, nach Hause zu kommen und festzustellen, dass hier bei uns alles in Ordnung ist. Leider ging es so nicht allen. Rund um die Baustelle sind einige Häuser zum Teil stark beschädigt.

Vom kleinen Glück: Nach hause kommen
Frieda

Braucht man einen Notfallkoffer

Fräulein Ordnung hat in einem Beitrag über den Notfallkoffer gesprochen. Als ich den Beitrag gelesen habe, habe ich darüber nachgedacht, ob das Packen eines Notfallkoffers sinnvoll ist und bin nun zu dem Schluß gekommen, dass dies für mich nicht sinnvoll ist. Man bräuchte ja für unterschiedliche Situationen unterschiedlich gepackte Koffer. Ich hatte meine Tasche innerhalb von ein paar Minuten gepackt. Lediglich für unsere Unterlagen könnte ich mir eine neue Sortierung vorstellen, weil man doch sehr unterschiedliche Unterlagen braucht (z.B.: Familienstammbuch, Ausweispapiere, Impfbücher, Kfz-Briefe, Grundbucheintragungen, Versicherungsunterlagen). Was ich aber gut für solche Situationen finde, ist eine der Katastrophen-Apps. Es gibt die Apps „Nina“ oder „Katwarn“, die einen in Notsituationen auf dem laufenden halten. Zusätzlich findet man dort Tipps, wie man sich in verschiedenen Gefahrenlagen verhalten soll oder was man bei Evakuierungen packen sollte, wenn man zu aufgeregt ist, zu entscheiden, was nun wichtig ist. Beide Apps kann man kostenlos herunterladen. Ich habe beide an dem Tag ausprobiert und auf beiden kamen die Warnungen bzw. Entwarnungen zeitgleich. Daher kann ich keine spezifisch empfehlen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße

Steffi

Verlinkt mit Fräulein Ordnung.

4 Kommentare

  • Petra von FrauGenial

    Eine Bombenentschärfung ist nie etwas Schönes, aber schön das Euch nichts passiert ist! Ich habe mir eine zeitlang auch über so einen Notfallkoffer mir Gedanken gemacht. Der ändert sich aber von Tag zu Tag bis ich es erstmal so Ruhen gelassen habe.

    • Frau Pratolina

      Liebe Petra,
      Es kommt tatsächlich auf die Situation an. Packst Du einen Notfallkoffer für das Krankenhaus, brauchst Du keine Versicherungsunterlagen, etc. mitzunehmen. Für eine Evakuierung wird zum Beispiel die Mitnahme eines Schlafsackes empfohlen, den wird man im Krankenhaus nicht brauchen. Ich denke, es ist wichtig, dass Du weißt, was Du in einer solchen Situation mitnehmen musst. Daher sollte man wissen, was man packen muss und wo es liegt.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Iris

    Hallo Steffi!

    Was für ein aufregendes Ereignis!
    Und das die Bombe dann nicht nur „ausgebuddelt“ wurde, sondern gesprengt, wenn auch kontrolliert, ist ganz schön unheimlich!

    Dann ist es wirklich beruhigend wieder sicher in einem unversehrten Haus ankommen zu dürfen. Die Idee mit den wirklich wichtigen Unterlagen ist super.

    Dann wünsche ich euch ein besonders erholsames Wochenende!

    Liebe Grüsse,
    Iris

    • Frau Pratolina

      Liebe Iris,
      Diese Bomben liegen nun schon so lange unter der Erde, dass es kein Wunder ist, dass man immer mehr davon auch kontrolliert sprengen muss. Das Material verrottet und da lassen sich Schrauben einfach nicht mehr lösen.
      Aber wir haben gerade ein wunderbar ruhiges Wochenende und geniessen das sehr.
      Liebe Grüße
      Steffi

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